Weihnachtsbrief 2026

Unser Jahr 2025
Grüße und Bericht der Regionaloberin


Liebe Freunde und Unterstützer von Peru,
in dieser Adventszeit möchte ich Ihnen im Namen aller Schwestern, die in der Region Peru tätig sind, unseren tiefsten Dank für Ihre großzügige Unterstützung unserer Arbeit aussprechen.

Das Jahr 2025 war voller Herausforderungen, aber auch voller Erfolge, von denen ich Ihnen heute berichten möchte.
In Lima haben wir die Jugendarbeit erweitert. Im Ortsteil Paul Poblet, in der Kapelle „San Vicente de Paúl” in Nueva Gales und in San Pedro arbeiten wir noch intensiver mit den Kindern und Jugendlichen, die sich auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereiten. Wir möchten damit nicht nur den Glauben stärken, sondern zu einer Persönlichkeitsbildung und zu sozialer Kompetenz beitragen. Die jungen Leute sind die Zukunft unseres Landes. Mit klaren Werten und Sensibilität für die Not des anderen werden sie helfen, unsere Gesellschaft zu verbessern.

Unsere Schwestern im Kinderheim „La Divina Providencia” kümmern sich liebevoll und fürsorglich um Babys und Kinder, die nicht von ihren leiblichen Familien betreut werden können oder die verlassen, misshandelt oder sozial benachteiligt sind.
Mit Freude und Dankbarkeit kann ich Ihnen mitteilen, dass im Kinderheim nun die Bauarbeiten für das neue Therapiezentrum abgeschlossen wurden. Seit März werden die Räumlichkeiten täglich von den Psychologinnen und Physiotherapeutinnen genutzt.
Da die politische Lage in unserem Land weiterhin unsicher ist und die organisierte Gewalt stetig zunimmt, haben wir mehrere Babys aufgenommen, die trotz ihres jungen Alters nicht nur gesundheitliche, sondern auch psychologische und Verhaltensprobleme mit sich bringen, wie z. B. Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit, Angstzustände usw. Daher benötigen sie eine angemessene Ernährung sowie medizinische und psychologische Betreuung, damit sie sich bestmöglichentwickeln können. Hierbei helfen uns jedes Jahr immer mehr Kirchengemeinden in Peru und Deutschland, wofür wir sehr dankbar sind.

In Soritor war es ein ereignisreiches Jahr. Die Schwestern des Noviziats haben dort ein praktisches Jahr geleistet und mit ihrer Jugend eine Menge guten frischen Wind in die Suppenküche, die Krankenstation und die pastorale Arbeit gebracht. Jungen wie Alten hat das sehr gefallen, wir haben trotz all des Elends viele schöne Momente erlebt.
In San Juan de Lurigancho arbeiten wir weiter in der Schule Fe y Alegría Nr. 37. Dort bieten wir Seelsorge und Begleitung für Schüler an. Dank der Unterstützung verschiedener Institutionen und vieler Spender konnten auch die im Vorjahr begonnenen Projekte fortgesetzt werden. Wir bieten so weiter eine Reihe von Samstagsworkshops and und unterstützen weiterhin mit Physiotherapien die Kinder mit Behinderungen, die die Schule besuchen.
In unserem Noviziat schließlich leben aktuell zwei junge Postulantinnen und zwei Novizinnen zusammen mit der Leiterin Schwester Milagros und mit Schwester Inés. Die beiden Novizinnen Ruth María und Katharina wollen im nächsten Jahr ihre ersten Gelübde ablegen. Wir sind darüber froh und dankbar und begleiten sie mit unseren Gebeten.

Möge dieses Weihnachtsfest uns daran erinnern, dass das beste Geschenk, das wir machen können, aktiver Dienst und direkte Nächstenliebe sind. Wir wünschen Ihnen, dass das Jesuskind Ihr Leben mit Frieden, Gesundheit und Gnade erleuchtet.

Mit unseren Gebeten und unserer Dankbarkeit sind wir Ihnen nahe.
Herzliche Grüße aus Peru
Ihre Schwester Clara-Maria Siesquen